Professor Hardinger

 

 

„Zwanzigtausend merkwürdige … , gesammelt durch das Lesen … , unter welchen erst wenige ihres schwierigen Inhalts wegen von …  sind, von Hundert der besten …, habe ich in verschiedenen Teilen zusammengefasst, dazu aber noch … gefügt, wovon unsere Vorfahren nichts wussten oder was das Leben erst später …“

"Sind es nun pharmazeutische respektive alchimistische Erkenntnisse zur Behandlung von 
Seelenkrankheiten? Oder ist es doch die antike Anleitung zur Nutzung der wissenschaftlichen
Bibliothek? Ich habe mir von all den neuen Informationen mehr Erkenntnisse und eine 
weitere Systematisierung meiner Forschung versprochen. Doch nun muss ich gestehen, 
dass mich meine Entdeckungen immer ratloser machen ... und neugieriger."
(Professor Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)

 

 

"Der Versuchsaufbau ist endlich gelungen. Seit Wochen verbringe ich mehr Zeit 
in meinem Arbeitszimmer als in der Universität. Einiges musste ich improvisieren.
Die Materialien haben über die Jahre gelitten.
Ich habe die Anzahl der EpochenTasten ausgeweitet, um mehr Energiefelder zu 
erreichen und erste Signale auf dem Monitor empfangen. Eine neue Anomalie jedoch
ist mir völlig unerklärlich: Wenn ich den historischen Blitzableiter länger als
zehn Minuten in Betrieb nehme, aktivieren die Strahlen das defekte alte Radio."
(Professor Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)




"Was für ein Moment. Nein, eine Momentaufnahme! Das Bild hat sich unmittelbar
in meine Gedanken gefräst. Beunruhigend tief, bis ich es schließlich erkannte. 
Es war ein Abbild meiner Laborstudie. Es war ein realer Moment, zu dem ich 
bereits ein Modell habe: den historischen Blitzableiter. Er verweist 
in die Tiefe der Zeit und löst Schwingungen aus, die alles in Bewegung 
versetzen und einen Zugang ermöglichen. 
Ich muss den historischen Blitzableiter unbedingt erneut aktivieren. 
Das kann kein Zufall mehr sein."
(Professor Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)

 

 

 



"Es gibt keine Phänomene, die es nicht gibt. Ich weiß das. 
Doch man kann alles analysieren, in seine Bestandteile zerlegen. 
Jedenfalls war ich davon immer überzeugt. 
Aber der Reihe nach: Ich habe mich gefragt, was diese Frau 
in dem alten Kloster wollte. 
Es ist mir jedoch nicht gelungen, es herauszufinden. Denn bevor ich Gelegenheit 
dazu bekam, verließ sie nach kurzer Zeit hastig die Klosterkapelle. 
Ach, was sage ich? 
Hastig? Sie floh geradezu, lief an mir vorbei und schien mich nicht einmal 
wahrzunehmen. Man könnte sagen, sie sei kopflos davongerannt. 
Ja, zu dieser Frau passt der Ausdruck wohl.
Doch ich habe es längst aufgegeben, Frauen verstehen zu wollen. Sie sind 
eines jener mir unerklärlichen Phänomene.
Ich habe die Umgebung des Klosters daraufhin genauer in Augenschein genommen. 
Doch beim Augenschein sollte es nicht bleiben. Ein Duft zog meine Aufmerksamkeit 
auf sich. Ich könnte behaupten, es war ein 'betörender' Duft. Das hört sich 
zwar etwas albern an, aber es trifft den Sachverhalt. Ein Duft aus vielen 
schillernden Gerüchen reizte mich, und als ich näher hinsah, bemerkte ich 
einen versteckten Garten - inmitten des satten Grüns.
Ich lauschte dem Duft und werde seitdem eine Melodie nicht wieder los. 
Und mit diesen Tönen im Ohr habe ich den Duft in der Nase und immerzu dieses Bild vor Augen.
Es ist ein seltsames Phänomen, das ich nicht zu analysieren imstande bin. 
Ich kann es nicht in seine Bestandteile zerlegen, kann weder Bild 
noch Geruchsensemble noch Melodie voneinander trennen. Meine Wahrnehmung 
scheint mir nicht mehr zu gehorchen."
(Professor Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)







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"Ganz plötzlich ging es mir durch Mark und Bein. 
Wie angewurzelt blieb ich stehen und konnte nur fühlen. 
Nichts war erklärbar, ich fühlte nur, dass es real war. 
Ich war zwar immer schon von meinen Annahmen überzeugt, 
aber nun fühlte ich, dass sie wahr sind. 
Dieser zum Greifen spürbare Beweis verschlug mir fast den Atem. 
Es übertrifft sogar das, was ich zu glauben bereit war. 
Ich werde Wochen brauchen, diese Erfahrung in einen 
wissenschaftlich fundierten Wortlaut zu kleiden, obwohl 
die Tatsachen fundierter sind, als ich 
in meinen kühnsten Prognosen zu formulieren wagte." 
(Prof. Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)

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"Wandere der Sonne entgegen - und du lässt den Schatten hinter dir ..." 
Das hat Arthur Lassen gesagt. Ein Mann. Natürlich. 
Eine Frau würde vermutlich sagen: Wandere der Sonne entgegen und 
du brauchst eine Sonnenbrille, neue Schuhe und du wirst von einem 
Schatten verfolgt. Wie diese seltsame Journalistin. 
"Verfolgen Sie mich eigentlich?", hat sie mich gefragt, sich völlig 
unvermittelt umgedreht. Dann wollte sie wissen, warum ich ihr denn folge, 
falls ich ihr denn folge. Dann wiederum meckerte sie, ich solle das lassen, 
sie habe kein Interesse an einem Kontakt zu mir ... um kurz darauf 
mit tausend Fragen auf mich einzudreschen. 
Ich war verwirrt, habe sie mit dieser Unzulänglichkeit konfrontiert: 
"Sie wollen nichts von mir wissen, ich soll weggehen, 
dennoch fragen Sie mich, wer ich bin, wie ich heiße, was ich tue. 
Das ist unlogisch." 
Sie sah mich an, ihre Augen blitzten kampflustig auf ... 
"Ach Sie, Sie ... können mich mal!" Sie drehte sich um und stolzierte davon. 
Frauen ... sind mir einfach unerklärlich. Wie Katzen. Gegen Katzen habe 
ich sogar eine Allergie; vermutlich auch gegen Frauen  - meine letzte Ehe 
endete wie ein anaphylaktischer Schock. 
Es würde mich nicht wundern, wenn diese dicke kleine Dame eine Katze hat.
(Prof. Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)
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"Der kritische Teil jeder Theorie sind ihre Phänomene.
Schon die Philosophie versucht seit jeher, innere Bilder 
zu erklären und Unvergleichliches zu vergleichen. 
Doch was, wenn wirklich nichts tatsächlich das ist, 
was es zu sein scheint? Was, wenn wir nicht nur in 
unserer eigenen Wahrnehmung gefangen sind, 
sondern sie auch völlig unbewusst überwinden? 
Wenn alles nicht nur relativ und fraglich, sondern 
rein impulsiv und fragmentarisch ist? Vielleicht 
sehe ich nur Phänomene meiner Theorie, weil sich 
mein Gehirn mit nichts anderem mehr beschäftigt. 
Ich muss einen Blick in diesen Brunnen werfen, nein, 
in das Phänomen, das ich als Brunnen bezeichne. 
Die Tiefe birgt etwas. Das passt nicht nur zu 
meiner Hypothese. Ich fühle es. Und solche Gefühle 
machen mich ... ratlos." 
(Prof. Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)

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"Nein, mir war das alles nicht neu. Ich habe es geahnt. Ich habe es im Grunde
 gewusst. Und es fasziniert mich, schon lange und immer wieder aufs Neue. 
 Dennoch habe ich bisher nie darüber gesprochen. Ich habe alles festgehalten. 
 Ich habe meine Notizen zusammengefasst in dem Wissen, dass es irgendwann Beweise
 für meine Theorie geben wird. Beweise für das, was jedem denkenden Geist 
 irgendwann offensichtlich sein müsste. Und nun ist es so weit ...
 Ich habe die Koordinaten genau erfasst, Temperatur, Wind und Richtungen notiert
 und sämtliche Achsen und Winkel berechnet. Wenn meine Annahmen stimmen, wird es
 sich innerhalb der nächsten drei Tage und Nächte um wenige Millimeter verschieben. 
 Ich werde das überprüfen."
 (Prof. Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)

Es wird kommen. Wie ein Rausch ...

 

"Ich bin Wissenschaftler, und das nicht nur in der Theorie. 
Quellenstudien waren immer schon mein Spezialgebiet. 
Zusammengezählt waren es Jahre, die ich damit verbracht habe, 
in entlegenen Winkeln der Kultur nach versunkenen Welten zu graben. 
Je länger ich mich damit befasse, desto größer werden meine Zweifel 
an dem, was wir Wissen nennen ..." 
(Prof. Morten Hardinger, Historiker und Archäologe)

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