Greifenthaler Klostertropfen

Wie gut, dass ich heute frei habe! Gestern nach dem Spätdienst habe ich meine Kollegin noch zu mir eingeladen. Nach der Abendsendung bin ich immer so aufgedreht, dass ich sowieso nicht schlafen kann. Außerdem … muss ich zugeben, dass ich ganz froh war, nicht alleine nach Hause gehen zu müssen. Ich habe immer noch dieses seltsame Gefühl, dass mich jemand beobachtet. Das ist unheimlich.
Jedenfalls kam die Kollegin noch mit, und da ich noch etwas von diesem Klostertropfen hatte, den die Nonnen auf dem Flohmarkt verkaufen, haben wir uns ein paar Gläschen gegönnt. Gut, ich habe ziemlich viel von dem Zeug hier herumstehen. Schließlich suche ich immer wieder das Gespräch mit den Nonnen, um herauszufinden, was das Kloster mit diesem ominösen Buch zu tun hat.
Eigentlich wollte ich ihr – also der Kollegin – die Geschichte mit dem Buch erzählen. Man muss ja mal mit jemandem reden. Aber als ich ihr das Buch zeigen wollte, war es nicht an seinem Platz im Koffer. Es war auch an keinem anderen Platz, so viel ich auch herumsuchte. Ich fürchte, wir haben doch ein bisschen viel von diesem Klosterschnaps getrunken, denn als ich vorhin nachgesehen habe, lag das Buch genau da, wo ich es zuletzt hingelegt hatte: im Koffer. Vermutlich war ich gestern einfach nur zu beschwipst. Vielleicht ganz gut, dass ich nicht dazu gekommen bin, diese seltsame Geschichte zu erzählen. Ich muss immerhin zugeben, dass Dr. Scharwenzel heute nicht der einzige Kater bei mir ist 😉

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