Unfreiwilliger Ausflug

Als ich vorhin nach Hause kam, war Dr. Scharwenzel nicht auffindbar. Wiedermal habe ich jeden Winkel der Wohnung abgesucht. Vergebens. Mir wurde ganz heiß vor Sorge. Und da es schon dämmerte, bin ich schnell hinausgelaufen, um in der Umgebung nach ihm zu suchen. Genauer gesagt: im Park gegenüber. Schließlich ist es naheliegend, dass der Kater seinen Instinkten folgt und Mäuse und Vögel jagt.

Also bin ich durch den Park gestolpert. Ich fühlte mich beobachtet, obwohl kaum Leute dort waren. Es wurde immer dunkler, während ich Ecken und Winkel durchkämmte, bis ich zu diesem verwilderten Abschnitt kam, der eher wirkt wie ein Stück Wald mit seiner Ansammlung aus Bäumen und Unterholz. Ich rief nach Doktor Scharwenzel und erschrank in der gespenstischen Stille vor meiner eigenen Stimme. Ein ungewöhnlicher Geruch hing in der Luft, wie im Kräutergarten meiner Omama. Und plötzlich zuckten viele kleine Lichter auf und schienen zwischen den schemenhaften Bäumen und Büschen zu tanzen. Da von meinem Katerchen nirgends eine Spur war, lief ich schnell zurück nach Hause. Ich hatte in meiner Aufregung keine Jacke angezogen. Und eine Erkältung kann ich mir in meiner Moderationswoche wahrlich nicht erlauben.

Zuhause angekommen, stand meine Wohnungstür offen. Offenbar hatte ich vor lauter Sorge sogar die Tür vergessen zu schließen. Und dann sah ich es: Dr. Scharwenzel saß mitten auf dem Tisch und leckte sich in aller Seelenruhe seine Pfoten! Meine Güte, war ich erleichtert. Ich bin es noch immer.

In Zukunft werde ich allerdings die Tür abschließen, denn so langsam glaube ich, dass der Kater sie selbst öffnen kann und hier ein- und ausspaziert wie er will. Oh, ich sollte ihn dringend füttern, er belagert die Tastatur vioakdakasre owüßgfsjkjgrtir5437tu3ut495 ophtzoujützlysödharvoqiotzvpqü …

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